In einem waren sich die Spieler und die Trainer einig: Dieses Unentschieden hätte vermieden werden können, wenn nicht sogar müssen. Der TSC bestimmte von Beginn an das Spiel und hatte schon direkt nach dem Anpfiff Chancen. Allen voran Michael Meiser, der – so viel vorweg – an diesem Abend sehr glücklos agierte. Mehrere „Hundertprozentige“ ließ er ungenutzt. Besser machte es André Barthelmey. Nach einem präzisen Freistoß von Victor Rodrigo-Jimenez köpfte er das Leder in die Ecke zum frühen 1:0 (4.). Etwa 10 Minuten später die wohl beste Aktion von Meiser. Einen Freistoß aus etwa 22 Metern zirkelte er gegen das Lattenkreuz. Der Brechtener Schlussmann konnte dem Ball nur hinterher schauen. Eine Chance des Gastgebers gab es in der ersten Halbzeit nicht ansatzweise. Torhüter Uli Gehrke trat ausschließlich bei Abstößen in Erscheinung.
In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Es spielte nur der TSC. Die Hausherren schienen sich in ihr Schicksal zu ergeben. Folgerichtig das 2:0 (54.). Der eingewechselte Stefan Habel eroberte sich den Ball im halbrechten Mittelfeld und passte klug in die Mitte. André Barthelmey versenkte zum zweiten Mal. Danach gab es noch mehrere Großchancen durch Meiser, Robert Kautza und den eingewechselten Gianni Brontesi, der mächtig Druck über die linke Außenbahn machte. Doch dieser Chancenwucher sollte sich rächen. Nach der Auswechslung von Roberto Aita hörten die Gäste auf zu spielen. Unnötige Fouls und Fehlpässe führten zu häufigen Standards für Sprinter. Eine davon nutzten sie dann zum Anschlusstreffer (73.). Hierbei sah die Hintermannschaft um Gehrke nicht solide aus. Plötzlich witterten die Gäste Morgenluft und begannen kurz vor dem Ende mit dem Fußball spielen. Erneut eine Standardsituation führte zum nun erwarteten Ausgleich (84.). Eine Ecke fand seinen Abnehmer an der Fünfmeterraumgrenze. Fast wäre noch die erneute Führung geglückt: Timo Lämmerhirt schoss den Ball nach einer Ecke auf das Tor, doch ein Feldspieler klärte zur erneuten Ecke (88.) .Die Trainer haben durch dieses Spiel gewisse Erkenntnisse erlangen können. Die Spieler zeigten sich nach der Partie selbstkritisch. Selbst der Gegner war der Meinung, dass man durchaus glücklich ein Unentschieden erlangt habe.
Läm